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Fragen und Antworten
Die am häufigsten gestellten Fragen & Antworten zum Börsengang.
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- Was spricht für die Nanogate AG?
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Nanogate ist ein erfolgreiches Nanotechnolgie-Unternehmen und einer der führenden europäischen Anbieter. Nanogate übertraf im Geschäftsjahr 2009 mit 10,7 Mio. Euro Umsatz die Prognose deutlich. Wichtige Impulse verzeichnete der Konzern in den Anwendungsfeldern Sport/Freizeit und Funktionelle Textilien. In den Bereichen Automobil-/Maschinenbau und Gebäude/Interieur reduzierten vor allem mittelständische Kunden ihre Orders und verschoben Projekte. Bereits im zweiten Halbjahr belebte sich die Nachfrage insgesamt wieder erheblich. Die Gesamtleistung belief sich auf 14,2 Mio. Euro. Aufgrund der temporären Umsatzdelle und der kräftig ausgeweiteten Aufwendungen für die Technologieentwicklung und Markterschließung belief sich das Betriebsergebnis (EBIT) im Gesamtjahr auf -2,2 Mio. Euro. Im zweiten Halbjahr wurde die Rentabilität erheblich gesteigert. Das EBIT betrug -0,2 Mio. Euro bei einem Halbjahresumsatz in Höhe von 6,6 Mio. Euro.Das Konzernergebnis für das Berichtsjahr lag bei -1,4 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie (unverwässert) bei -0,72 Euro. Trotz hoher Investitionen von 4,2 Mio. Euro verfügte Nanogate zum Bilanzstichtag über liquide Mittel von 5,9 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote bleibt mit 61,4 Prozent hoch.
Die Nanogate AG verfügt über eine großes Produkt- und Anwendungsportfolio für zahlreiche Branchen und erfolgreiche, etablierte Partnerschaften bzw. Beteiligungen. Nanogate ist eines der wenigen weltweit agierenden Nanotechunternehmen, das bereits eine Vielzahl von Produkten mit Partnern auf den Markt gebracht hat, u.a. mit ABB, Bosch-Siemens Haushaltsgeräte, Kärcher, Koenig & Bauer, REWE Österreich und Opel. Die eingeführten Technologieplattformen decken eine Vielzahl von Funktionen und Substrate ab. Mit dieser breiten Aufstellung und dem profitablen Wachstum setzt sich Nanogate von anderen Unternehmen im In- und Ausland ab. - Wie wird sich die Mitarbeiterzahl entwickeln?
- Derzeit hat die Nanogate-Gruppe 82 Mitarbeiter (Stand: April 2010).
- Wie sieht die internationale Geschäftsentwicklung derzeit aus?
- 2009 hat sich der Anteil des internationalen Geschäfts am Konzernumsatz auf rund 47% erhöht.
- Wie sieht die Erlösstruktur aus? Welchen Einfluss haben Milestone-Zahlungen?
- Kaum Einfluss, wir erzielen unsere Umsätze primär aus laufendem Geschäft.
- Was ist Nanotechnologie?
- Nanotechnologie ist eine Querschnittstechnologie. Die Vorteile kommen somit in vielen Bereichen zum Tragen. Durch Nanotechnologie lassen sich Oberflächen modifizieren und mit neuen Eigenschaften oder Funktionen ausstatten. Nanotechnologie wirkt damit zum Innovationstreiber und schafft Mehrwert bzw. Wettbewerbsvorsprung.
- Was heißt Enabling?
- Nanotechnologie ist als Querschnittstechnologie ein weites Feld. Wir bieten unseren Kunden den Zugang zur Nanotechnologie, in dem wir für sie die Lücke zwischen Herstellern der Ausgangsstoffe und der industriellen Anwendung schließen. In anderen Branchen würden wir als Lösungsanbieter oder Systemintegrator bezeichnet. Nanogate bildet somit die entscheidende Schnittstelle für die Kommerzialisierung der chemischen Nanotechnologie ab. Für seine Kunden schafft Nanogate Wettbewerbsvorsprung durch Produktveredelung mit Nanotechnologie und ermöglicht (enabled) die Programmierung und Integration von zusätzlichen Funktionen (z.B. antibakteriell, korrosionsschützend, ultragleitfähig) in Materialien und Werkstoffen. Hierbei setzen wir auf ein durchgehendes Plattformkonzept, welches Nanogate uns ihren Kunden ein sehr hohe Umsetzungsgeschwindigkeit ermöglicht. Im Gegensatz zu anderen Nanotechnologieunternehmen deckt Nanogate hierdurch ein breites Branchen-, Funktions- und Substratportfolio ab.
- Welche Konkurrenz droht von anderen Unternehmen der Branche?
- Der Nanotech-Markt ist in Bewegung. Viele Unternehmen auf der Nachfrageseite wollen Nanotechnologie nutzen und versuchen Zugang zu dieser Technologie zu erlangen. Nanogate kann diesen Unternehmen helfen. Dennoch werden einzelne Unternehmen auch eigene Kompetenzen aufbauen und ggf. mit unseren Kunden in Wettbewerb treten. Im Hinblick auf die Anbieter von Ausgangsmaterialien entsteht ebenfalls der Bedarf ihre Rohstoffe in Produkte zu integrieren. Auch hier kann Nanogate helfen. Zudem werden einzelne Unternehmen eigene Wege gehen. In den kommenden Jahren wird in einem dynamisch wachsenden Markt ein Wettbewerbsumfeld entstehen bei dem die schnelleren gewinnen werden. Nanogate wird seine Chance als Vorreiter nutzen.
- Ihr Vertrieb basiert auf einem Partnermodell. Wie wird sich das entwickeln?
- Wir erwarten auch in diesem Jahr eine Ausweitung unseres Kundestamms.
- Welche Innovationen sind geplant?
- Nanogate hat als einer der führenden europäischen Anbieter bis heute schon etwa 200 Anwendungen in einer Serienfertigung realisiert. Allein im Geschäftsjahr 2008 wurden mehr als 30 Innovationen beim Kunden eingeführt. Parallel entwickeln wir drei neue Technologie-Plattformen, auf deren Basis bereits erste Anwendungen erfolgreich vermarktet werden und die uns langfristig erhebliche Umsatz- und Ertragspotenziale ermöglichen sollen. Bei allen Anwendungen und Lösungen zielen wir darauf ab, umweltfreundlich zu agieren. Mit der Marke GreenNano® konzentriert sich Nanogate darauf, dass eine nachhaltige Nutzung der Nanotechnologie erreicht wird und Energieeffizienzen verbessert sowie Ressourcenverbräuche minimiert werden.
- Wie ist die Patentstrategie von Nanogate?
- Wir verfügen über eine fundierte IP-Basis mit verschiedenen Patentfamilien. Derzeit sind mehr als 60 Patente auf Basis verschiedenster Patentfamilien in verschiedenen Ländern erteilt worden. Viele weitere Innovationen sind derzeit in Anmeldeverfahren und wir sind sicher, dass sich in naher Zukunft unsere Patentbasis kontinuierlich erweitern wird.
- Inwieweit sind Anwendungen, Verfahren bzw. Eigenschaften und Funktionen skalierbar?
- Da wir auf Basis von Technologieplattformen arbeiten, können wir sehr schnelle eine neue Funktion oder eine Kombination von mehreren Funktionen auf andere Anwendungen übertragen. Hier durch erreichen wir, dass sich die Innovationsgeschwindigkeit und damit die „Time-to-Market“ drastisch reduzieren lässt. Das hat entscheidende Vorteile für unsere Partner.
- Wie sicher ist Nanotechnologie?
- Für Nanogate hat die Sicherheit unserer Produkte und Anwendungen oberste Priorität. Wir arbeiten darüber hinaus eng mit renommierten unabhängigen Prüfinstituten, Instituten und Laboren wie Fraunhofer, TÜV, TNO, FILK, ITV Denkendorf, Fresenius und vielen mehr zusammen, um maximale Produktsicherheit zu ermöglichen. Vielfältige Maßnahmen und firmeninterne Standards, welche regelmäßig über die rechtlichen Vorgaben und Kundenanforderungen hinausgehen, sichern die Qualität und Unbedenklichkeit unserer Produkte. Gleichwohl ist es richtig, dass es aufgrund der relativen Historie der Nanotechnologie noch keine Langzeit-Erfahrungen gibt.
- Für welche Unternehmen ist Nanogate tätig?
- Nanogate ist breit aufgestellt. Bislang sind eine Vielzahl von Produkten bzw. Anwendungen gemeinsam mit Partnern entwickelt und auf den Markt gebracht worden. Referenzen sind vielfältig. Beispiele hierfür sind ABB, Bosch-Siemens Haushaltsgeräte, Kärcher, Koenig & Bauer, REWE Österreich und Opel.
