Q & A
Fragen und Antworten
Die am häufigsten gestellten Fragen & Antworten zum Börsengang.
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- Was spricht für die Nanogate AG?
- Nanogate ist ein international führendes, integriertes Systemhaus für Hochleistungsoberflächen. Wir veredeln Oberflächen in den Zielbranchen Automobil-/Maschinenbau, Gebäude/Interieur, Sport/Freizeit und Funktionelle Textilien. Als Unternehmensgruppe bieten wir ein einzigartiges Know-how bei der Material- und Werkstoffentwicklung sowie bei Prozessintegration und Produktion. Gemeinsam mit unseren Beteiligungen haben wir für unsere Kunden weit mehr als 200 Projekte in der Serienproduktion umgesetzt – beispielsweise für Bosch-Siemens Haushaltsgeräte, Kärcher, Koenig & Bauer, REWE International AG, GEA sowie AUDI, BMW und Opel. Wir setzen auf die drei Wachstumstreiber internationale Markterschließung, die Entwicklung neuer Anwendungen für die Wachstumsmärkte Kunststoffe und Energieeffizienz sowie externes Wachstum.
- Warum hat Nanogate die Eurogard B.V. übernommen?
- Eurogard ist Spezialist für die Veredelung von Oberflächen bei zweidimensionalen Komponenten und Weltmarktführer im lukrativen Spezialsegment bei transparenten Kunststoffen. Mit zusätzlichen Kompetenzen durch unsere neuen Beteiligungen Eurogard und GfO decken wir nun die gesamte Wertschöpfungskette ab. Als ein international führendes, integriertes Systemhaus für Nanooberflächen besetzen wir wie kein anderes Unternehmen den Markt für Hochleistungsoberflächen. Die Kombination aus Material-Know-how mit langjähriger Kompetenz bei Prozessintegration und Serienproduktion für alle Oberflächengeometrien ist einzigartig in Europa.
- Warum hat sich Nanogate mit 51 Prozent an GfO beteiligt?
- Mit der Beteiligung an GfO bietet Nanogate eine integrierte Produktpalette für Hochleistungsoberflächen, die durch Nanotechnologie neue respektive verbesserte Funktionen und Eigenschaften erhalten. Dabei kann das Unternehmen auf eine einzigartige und langjährige Material- und Werkstoff-Kompetenz kombiniert mit dem umfangreichen Prozess- und Produktions-Know-how von GfO zurückgreifen. Davon profitieren Kunden beider Unternehmen gleichermaßen. Nanogate beherrscht nun die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoffeinkauf über die Synthese und Formulierung von Materialsystemen bis hin zur Veredelung und Produktion der Oberfläche. Mit der im Februar abgeschlossenen Integration sind Entwicklung, Produktion und Vertrieb aufeinander abgestimmt. Ein erstes gemeinsames Produkt wurde bereits im Herbst 2010 auf der weltweit führenden Messe für Kunststoffe und Kautschuk – K in Düsseldorf – vorgestellt.
- Für welche Unternehmen ist Nanogate tätig?
- Nanogate ist breit aufgestellt. Bislang sind eine Vielzahl von Produkten bzw. Anwendungen gemeinsam mit Partnern entwickelt und auf den Markt gebracht worden. Referenzen sind vielfältig. Beispiele hierfür sind Bosch-Siemens Haushaltsgeräte, Kärcher, Koenig & Bauer, GEA, REWE International AG sowie AUDI, BMW und Opel.
- Wie wird sich die Mitarbeiterzahl entwickeln?
- Die Nanogate-Gruppe hat 246 Mitarbeiter (Stand: Dezember 2012).
- Wie sieht die internationale Geschäftsentwicklung derzeit aus?
- 2012 betrug der Anteil des internationalen Geschäfts am Konzernumsatz 46 Prozent und hat sich damit in den vergangenen Jahren erheblich erhöht. Nanogate ist in rund 30 Ländern aktiv.
- Wie sieht die Erlösstruktur aus? Welchen Einfluss haben Milestone-Zahlungen?
- Wir erzielen unsere Umsätze primär aus laufendem Geschäft und verfügen dabei im Regelfall über langjährige Kundenbeziehungen.
- Was ist Nanotechnologie?
- Nanotechnologie ist eine Querschnittstechnologie. Die Vorteile kommen somit in vielen Bereichen zum Tragen. Durch Nanotechnologie lassen sich Oberflächen modifizieren und mit neuen Eigenschaften oder Funktionen ausstatten. Nanotechnologie wirkt damit zum Innovationstreiber und schafft Mehrwert bzw. Wettbewerbsvorsprung.
Die Nanotechnologie („Nano“ – griechisch: Zwerg) ist eine vergleichsweise junge Technologie. Sie beschäftigt sich mit der Erforschung, Bearbeitung und Produktion von Gegenständen sowie Strukturen, die mindestens in einer Dimension kleiner als 100 Nanometer (nm) sind. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter (10-9 m) und rund 50.000-mal feiner als ein durchschnittliches menschliches Haar. Die geringe Größe der Nanopartikel oder Nanostrukturen ist einer der Hauptgründe für ihre besonderen Eigenschaften. Die relative Oberfläche nimmt mit abnehmender Teilchengröße zu. Aus diesem Grund haben Nanostrukturen eine extrem große Oberfläche, die das Verhalten maßgeblich beeinflusst. - Welche Vorteile bietet die Positionierung als integriertes Systemhaus?
- Nanogate betreut Kunden über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Rohstoffeinkauf über die Synthese und Formulierung von Materialsystemen bis hin zur Veredelung und Produktion der Oberfläche. Dies ermöglicht uns, für unsere Kunden große Projekte in der Serienproduktion umzusetzen – ein entscheidender Faktor für unsere hohe Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich können wir uns als integriertes Systemhaus als Innovationspartner etablieren, der unseren Kunden entscheidende Wettbewerbsvorteile ermöglicht. Dies gelingt umso erfolgreich, da wir über langjährige Erfahrung sowohl bei innovativen Materialien als auch in der Prozessintegration für die Serienproduktion besitzen. Als Systemhaus haben wir die Basis für schnelleres Wachstum.
- Was heißt Enabling?
- Nanotechnologie ist als Querschnittstechnologie ein weites Feld. Wir bieten unseren Kunden den Zugang zur Nanotechnologie, in dem wir für sie die Lücke zwischen Herstellern der Ausgangsstoffe und der industriellen Anwendung schließen. In anderen Branchen würden wir als Lösungsanbieter oder Systemintegrator bezeichnet. Nanogate bildet somit die entscheidende Schnittstelle für die Kommerzialisierung der chemischen Nanotechnologie ab. Für seine Kunden schafft Nanogate Wettbewerbsvorsprung durch Produktveredelung mit Nanotechnologie und ermöglicht (enabled) die Programmierung und Integration von zusätzlichen Funktionen (z.B. antibakteriell, korrosionsschützend, ultragleitfähig) in Materialien und Werkstoffen. Hierbei setzen wir auf ein durchgehendes Plattformkonzept, welches Nanogate uns ihren Kunden ein sehr hohe Umsetzungsgeschwindigkeit ermöglicht. Im Gegensatz zu anderen Nanotechnologieunternehmen deckt Nanogate hierdurch ein breites Branchen-, Funktions- und Substratportfolio ab.
- Welche Konkurrenz droht von anderen Unternehmen der Branche?
- Der Nanotech-Markt ist in Bewegung. Viele Unternehmen auf der Nachfrageseite wollen Nanotechnologie nutzen und versuchen Zugang zu dieser Technologie zu erlangen. Nanogate kann diesen Unternehmen helfen. Dennoch werden einzelne Unternehmen auch eigene Kompetenzen aufbauen und ggf. mit unseren Kunden in Wettbewerb treten. Im Hinblick auf die Anbieter von Ausgangsmaterialien entsteht ebenfalls der Bedarf ihre Rohstoffe in Produkte zu integrieren. Auch hier kann Nanogate helfen. Zudem werden einzelne Unternehmen eigene Wege gehen. In den kommenden Jahren wird in einem dynamisch wachsenden Markt ein Wettbewerbsumfeld entstehen bei dem die schnelleren und besseren Anbieter gewinnen werden. Nanogate wird seine Chance als Vorreiter und führendes integriertes Systemhaus nutzen.
- Ihr Vertrieb basiert auf einem Partnermodell. Wie wird sich das entwickeln?
- Wir erwarten auch in diesem Jahr eine Ausweitung unseres Kundestamms. In den vergangenen Monaten haben wir beispielsweise mit GEA unsere Zusammenarbeit intensiviert sowie mit dem Schweizer Unternehmen Kapyfract eine Kooperation im Bereich Tunnelbeschichtung gestartet. Nanogate ist rund 30 Ländern aktiv.
- Welche Innovationen sind geplant?
- Nanogate hat als einer der führenden europäischen Anbieter bis heute schon etwa 200 Anwendungen in einer Serienfertigung realisiert. Parallel entwickeln wir kontinuierlich neue Anwendungen, die uns langfristig erhebliche Umsatz- und Ertragspotenziale ermöglichen sollen. Besonders große Chancen sehen wir in den Bereich Kunststoffe und Energieeffizienz. Bei allen Anwendungen und Lösungen zielen wir darauf ab, umweltfreundlich zu agieren. Mit der Marke GreenNano® konzentriert sich Nanogate darauf, dass eine nachhaltige Nutzung der Nanotechnologie erreicht und die Energieeffizienz verbessert sowie der Ressourcenverbrauch minimiert wird.
- Wie ist die Patentstrategie von Nanogate?
- Wir verfügen über eine fundierte IP-Basis mit verschiedenen Patentfamilien. Derzeit sind mehr als 70 Patente auf Basis verschiedenster Patentfamilien in verschiedenen Ländern erteilt worden. Viele weitere Innovationen sind derzeit in Anmeldeverfahren und wir sind sicher, dass sich in naher Zukunft unsere Patentbasis kontinuierlich erweitern wird.
- Inwieweit sind Anwendungen, Verfahren bzw. Eigenschaften und Funktionen skalierbar?
- Als integriertes Systemhaus unterstützen wir unsere Kunden auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette. Gemeinsam mit unserer Beteiligung GfO verfügen wir gerade bei der Prozessintegration und Produktion über große Erfahrung bei Großserien. Da wir auf Basis von Technologieplattformen arbeiten, können wir zudem sehr schnell eine neue Funktion oder eine Kombination von mehreren Funktionen auf andere Anwendungen übertragen. Hier durch erreichen wir, dass sich die Innovationsgeschwindigkeit und damit die „Time-to-Market“ drastisch reduzieren lässt. Das hat entscheidende Vorteile für unsere Partner.
- Wie sicher ist Nanotechnologie?
- In unserer Verantwortung für die Menschen und unsere Umwelt hat die Sicherheit der Produkte und Anwendungen höchste Priorität. Daher sind unsere Produkte umfassend von unabhängigen Prüfinstituten, wie der Fraunhofer Gesellschaft und dem TÜV, auf ihre Unbedenklichkeit getestet. Nanogate ist bereits seit dem Jahr 2000 als erstes Nanotechnologie-Unternehmen in Deutschland nach ISO 9001:2000 (Qualitätsmanagement) zertifiziert. Zudem haben wir 2007 die Zertifizierung für umfassendes Umweltmanagement nach ISO DIN 14001:2004 erhalten. Alle Systeme wurden im Januar 2010 erneut auditiert und in ihrer Wirksamkeit voll bestätigt. Parallel engagieren wir uns in mehreren Branchenverbänden und in der von der Bundesregierung eingesetzten Nanokommission für die Umsetzung einer integrierten Sicherheits- und Risikoforschung. Nanogate ist auch seit vielen Jahren eingebunden in internationale Forschungsprogramme wie etwa Nanosafe (sicherer Umgang mit Nanomaterialien, 2009 abgeschlossen) oder NanoSustain (nachhaltige Betrachtung des kompletten Lebenszyklus von nanotechnologisch veredelten Produkten, 2010 gestartet).
Zudem werden die bei Nanogate verwendeten Nanomaterialien in flüssiger Form verarbeitet, grundsätzlich in eine sogenannte Bindermatrix eingebunden und in der Praxis als ausgehärtete Oberflächenbeschichtung angewendet. Alle zurzeit weltweit verfügbaren Untersuchungen bestätigen eindeutig: Von Nanomaterialien, die über den gesamtem Lebenszyklus in einer Matrix (vergleichbar einem Lacksystem) fest eingebunden sind, ist eine Gefährdung für Mensch und Umwelt nach aktuellem Kenntnisstand auszuschließen.
